Technisches Angebot für Telekommunikation & Netze
Der Glasfaserausbau und die Modernisierung der Telekommunikationsinfrastruktur bilden einen bedeutenden Markt. Kommunen und Betreiber vergeben öffentliche Aufträge für FTTH-Ausbau, strukturierte Verkabelung öffentlicher Gebäude, Netzwartung und öffentliche Initiativnetze (RIP).
Rechtsrahmen: ARCEP, Plan France THD und Verkabelungsnormen
Der Telekommunikationssektor wird durch einen regulatorischen Rahmen geregelt, der Ausbau, Netzmitbenutzung und Qualitätsstandards strukturiert.
ARCEP-Regulierung und Ausbaugebiete
Die ARCEP regelt den FTTH-Ausbau durch zwei Entscheidungen: 2009-1106 für sehr dichte Gebiete (ZTD) und 2010-1312 für weniger dichte Gebiete (ZMD). In ZMD baut ein einziger Betreiber aus und teilt über einen Mitbenutzungspunkt. Das Angebot muss Kenntnis dieser Verpflichtungen nachweisen.
Plan France THD und öffentliche Initiativnetze
Der Plan France THD zielt auf 100 % Glasfaserabdeckung. Öffentliche Initiativnetze (RIP) sind Aufträge der Kommunen für nicht privat abgedeckte Gebiete. Subventionen decken 50-80 % der Kosten im ländlichen Raum.
Verkabelungsnormen und Konformität
NF EN 50173 ist die Referenznorm für generische strukturierte Verkabelung. Das Angebot muss Fasertypen (G.652.D, G.657.A2), Stecker (SC/APC), Spleißgehäuse und Testprotokolle (OTDR-Reflektometrie, Dämpfungsmessung) angeben.
Glasfaserausbau: Tiefbau, Kabelzug und Anschluss
Der FTTH-Ausbau verbindet schweren Tiefbau mit Präzisionsanschlussarbeiten.
Tiefbau und Infrastruktur
Der Tiefbau macht 50-70 % der Gesamtkosten aus. Das Angebot muss Voruntersuchungen, Grabentypen, Rohr- und Schachtverlegung sowie Straßenwiederherstellung detaillieren. DT/DICT-Konformität und AIPR-Zertifizierung sind Pflicht.
Kabelzug und Netzarchitektur
GPON-Architektur: NRO → Transport → SRO/PM → Verteilung → PBO → Hausanschluss → PTO. Kabeldimensionierung (72-720 Fasern Transport, 6-48 Verteilung), Einblastechnik, Fusionsspleißung. Rohrbefüllungsgrad maximal 50 %.
Endanschluss und Abnahmeprüfung
Der Endanschluss (PBO zu PTO) bestimmt die Servicequalität. Bidirektionale OTDR-Messung, Abnahmeprotokoll mit Dämpfungswerten pro Abschnitt. Gesamtdämpfung unter 28 dB zwischen NRO und PTO als GPON-Standard.
Strukturierte Gebäudeverkabelung und Netzwartung
Neben dem FTTH-Ausbau umfassen Telekomaufträge die Verkabelung öffentlicher Gebäude und die Infrastrukturwartung.
VDI-Strukturverkabelung
Verkabelung öffentlicher Gebäude nach NF EN 50173. LAN-Design, Komponentenwahl (Kat. 6A Minimum Kupfer, OM4 Glasfaser), Kabelwege, Patchfelder und Zertifizierungstests (Klasse EA).
IP-Telefonie und Unified Communications
Beherrschung von IP-Telefonie (SIP, SRTP) und Unified Communications. Netzwerk-Dimensionierung (QoS, Voice VLAN), Geräteauswahl, Redundanz und SLA-Zusagen.
Vorbeugende und korrektive Netzwartung
Reaktionszeitgarantien, proaktive Überwachung (NMS, SNMP), Ersatzteilbevorratung, 24/7-Bereitschaft. Präventiver Wartungsplan und korrektive Organisation mit Eskalationsverfahren.
Häufig gestellte Fragen
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