Technisches Angebot für öffentliche Aufträge im Gesundheits- und Sozialwesen
Der Gesundheits- und Sozialsektor generiert ein erhebliches Volumen öffentlicher Aufträge: Pflegeheimverwaltung, medizinische Versorgung, Krankenhausgastronomie, biomedizinische Gerätewartung, Reinigung im Pflegeumfeld und medizinisch-soziale Begleitdienste.
The market in figures
French public procurement open data, 12 rolling months as of 2026-08-28. Amounts and durations are medians.
- 549
- contracts awarded
- 289
- winning companies
- 157
- active public buyers
- 500,000 EUR
- median amount
- 48 months
- median duration
What these figures tell you
With 289 winning companies for 549 contracts, a company wins on average 1.9 contract(s) per year in this segment.
The median amount of 500,000 EUR indicates the size of consultation to target first.
The median duration of 48 months shows how often these contracts return to tender.
The median is used rather than the average: a handful of very large contracts is enough to distort an average.
Rechtsrahmen: ARS, HAS und Gesundheitsgesetzbuch
Gesundheitsaufträge unterliegen einem dichten regulatorischen Rahmen.
ARS-Genehmigungen und CPOM
Jede Gesundheitseinrichtung benötigt eine ARS-Genehmigung. Der CPOM bindet die Einrichtung für 5 Jahre mit Qualitäts-, Aktivitäts- und Effizienzzielen. Das Angebot muss Verständnis dieser Auflagen nachweisen.
HAS-Zertifizierung der Gesundheitseinrichtungen
Die HAS-Zertifizierung (V2024) ist für alle öffentlichen und privaten Gesundheitseinrichtungen Pflicht. Das Angebot eines Dienstleisters muss seinen Beitrag zu den Zertifizierungskriterien zeigen: Rückverfolgbarkeit, Hygieneprotokolle, Personalschulung.
Medizinisch-soziale Einrichtungen: CASF und externe Evaluation
Pflegeheime und soziale Einrichtungen unterliegen dem CASF. Die externe HAS-Evaluation ist Pflicht und umfasst Nutzerrechte, Begleitungsqualität und Risikomanagement. Der Lebensrat (CVS) muss eingerichtet und funktionsfähig sein.
Hygiene, Sicherheit und Risikomanagement im Pflegeumfeld
Das Pflegeumfeld erfordert Hygiene- und Sicherheitsstandards weit über dem üblichen Niveau.
Hygieneprotokolle und Infektionsprävention
Pflegeangepasste Hygieneprotokolle: Händehygiene, Bioreinigung (differenzierte Zonen 1-4), Wäschemanagement (Rein-/Unreinkreislauf), Luftqualität (NF S90-351 für OP-Säle), Wasserqualität (Legionellenprävention). Koordination mit dem Hygieneteam der Einrichtung.
Klinische Abfälle (DASRI)
DASRI folgen einem geregelten Kreislauf: Quellsortierung, normierte Verpackung, Lagerung, Transport (ADR) und Behandlung. Das Angebot muss die Vereinbarung mit einem zugelassenen Entsorgungsunternehmen und die vollständige Rückverfolgbarkeit detaillieren.
Patientensicherheit und unerwünschte Ereignisse
Meldesystem für schwere unerwünschte Ereignisse, proaktives Risikomanagement (Risikokartierung, FMEA), reaktive Analyse (Morbiditäts-Mortalitäts-Konferenzen) und Identitätsvigilanz.
Begleitungsqualität und Nutzerrechte
Nutzerrechte und Begleitungsqualität stehen im Mittelpunkt der Evaluation medizinisch-sozialer Einrichtungen.
Personalisierter Pflegeplan und Würde
Jeder Bewohner erhält einen individualisierten Pflegeplan. Das Angebot muss zeigen, wie der Dienstleister zur Lebensqualität beiträgt: Anpassung an individuelle Bedürfnisse, Respekt des Lebensrhythmus, kognitive Stimulation.
Digitale Gesundheit: EPA, HDS und Interoperabilität
HDS-Zertifizierung für Gesundheitsdatenhosting ist Pflicht. Interoperabilität (HL7 FHIR), DSGVO-konforme elektronische Patientenakte und Zugangstrückverfolgbarkeit.
Personalschulung und Fortbildung
Fortbildungspflicht für alle Gesundheitsfachkräfte. Schulungsplan, erforderliche Qualifikationen, gesetzeskonforme Personalschlüssel und Abwesenheitsmanagement.
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Häufig gestellte Fragen
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